Das Stigma: “Lasst eure Coins blos nicht auf Börsen liegen”, ist stark in der Krypto-Welt. Geprägt durch Vorfälle wie Mt.Gox oder Bitgrail, sowie weit angelegte Phishing Angriffe, ist das Vertrauen in Börsen relativ gering.

Dennoch ist die Idee gar nicht so schlecht, vor allem Börsen mit großen Nutzerzahlen (z.B. Coinbase/GDAX, Binance, KuCoin) tun schlecht daran eure Coins zu verschludern, teilweise sind die Börsen sogar gegen den Verlust der Coins versichert (Coinbase/GDAX). Außerdem kümmern sich die Börsen darum etwaige Tokens in ihr jeweiliges Main-net umzutauschen, sammeln regelmäßig eure “Dividenden” bzw. Staking Rewards wie GAS für NEO (Binance ein mal monatlich und KuCoin einmal täglich) für euch ein und zahlen Airdrops aus. Auch Sicherheitstechnisch stehen viele Börsen sehr weit oben, so bieten viele Zweit-Faktor-Authentifizierung (2FA/OTP, Google Authenticator, Authy) oder Whitelists für Auszahl-Wallets an. Auch spart man sich die Auszahlgebühren, welche vor allem in die Höhe schnellen wenn man viele verschiedene Coins besitzt.

2FA in Form von OTP (Google Authenticator, Authy) sind gängig bei nahezu jeder Börse

2FA in Form von OTP (Google Authenticator, Authy) sind gängig bei nahezu jeder Börse (Beispiel KuCoin)

Damit sind die meisten Coins sicherer aufbewahrt als bei vielen in ihren eigenen Wallets, da bei vielen die zugehörigen Private Keys offen und unverschlüsselt oder zu lasch verschlüsselt rumliegen. Wer jedoch ein Hardware Wallet wie den Ledger Nano S oder Trezor besitzt oder weiß wie man sicher ein Wallet anlegt und zugreift, sollte diese auch nutzen.

Natürlich muss man aber nicht vergessen das auch Börsen Fehler machen, Insolvent gehen oder einfach Airdrops (wie z.B. den kürzlichen MCT Airdrop) nicht ausbezahlen. Wer über mehrere Jahre seine Coins halten möchte, der kommt immer noch mit einem eigenen Wallet besser aus, über wenige Wochen oder Monate ist es gar nicht so verkehrt sie einfach auf einer Börse liegen zu lassen.